Die Angstmacher: Wie uns die Versicherungswirtschaft abzockt by Anja Krüger

By Anja Krüger

Kaum etwas ist wichtiger, als die richtige Versicherung - ein gigantisches Geschäft, von dem im Wesentlichen die Unternehmen profitieren. Die Versicherten dagegen werden schlecht informiert, überversichert und im Schadensfall im Stich gelassen. Statt echter Transparenz überschütten die Unternehmen die Kunden mit irreführenden Informationen: So täuschen sie Verbraucher über tatsächlich geleistete Zahlungen, die Risiken einer Geldanlage oder anfallende Gebühren.
Die Wirtschaftsjournalistin und Branchenkennerin Anja Krüger deckt die skandalösen Praktiken der Versicherer auf. Sie zeigt, weshalb wir leichte Opfer sind und welchen Anteil die Politik daran hat.

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4400 Euro im Monat. Die Debeka hat fast 430 000 Berufsunfähigkeitspolicen in den Büchern. Die Versicherungssumme von Uwe Steinhardt ist nicht die höchste, aber eine der höchsten. Sollte er fünfundsechzig Jahre alt werden und die Gesellschaft die Berufsunfähigkeitsrente zahlen, kostet sie das richtig viel Geld. Es gibt Unternehmen, die schließen für Verträge in dieser Größenordnung selbst eine Versicherung ab, rückversichern heißt das im Fachjargon. Das hat die Debeka nicht gemacht. Müsste sie die Rente zahlen, müsste sie das ganz allein tragen.

Ich habe mich so aufgestellt, dass ich der Solidargemeinschaft nicht zur Last falle, wenn mal etwas schiefgeht«, sagt er. So wollen Politik und Gesellschaft das. Die Bürger sollen vorsorgen für den Fall, dass das Schicksal eines Tages zuschlägt. Wer wegen einer Krankheit oder nach einem Unfall kein Geld mehr verdienen kann und trotzdem seinen Lebensstandard erhalten will, muss in guten Zeiten viel dafür bezahlen. Das hat Steinhardt getan, aber das nützt ihm nichts. Ist er ein Einzelfall? Wohl kaum.

Nun machen die beiden die bittere Erfahrung, dass ihr vermeintliches Sicherheitsnetz sie nicht auffängt. »Wenn die Versicherung nicht zahlt, lebe ich in einigen Jahren von Hartz IV«, fürchtet Uwe Steinhardt. Genau das wollte er verhindern, deshalb hatte er vorgesorgt. Glaubte er. Früher war er selbstständiger Vermessungstechniker. Jetzt kann der Zweiundfünfzigjährige nicht mehr arbeiten und steht vor dem finanziellen Ruin. Ruiniert von einem Versicherer, der mehr als 15 Jahre hohe Beiträge kassiert hat, so sieht es Steinhardt.

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