Die dokumentarische Methode und ihre Forschungspraxis: by Ralf Bohnsack, Iris Nentwig-Gesemann, Arnd-Michael Nohl

By Ralf Bohnsack, Iris Nentwig-Gesemann, Arnd-Michael Nohl (Hrsg.)

Die dokumentarische Methode hat als Methodologie und als forschungspraktisches Interpretationsverfahren inzwischen in einem breiten Spektrum von Bereichen qualitativer Forschung ihre Anwendung gefunden, von denen in diesem Band u.a. folgende Themen behandelt werden: Jugend und Geschlecht, Migration, Organisationskultur und Technik, Mediennutzung, Bild- und Videoanalyse. Methodische, methodologische und theoretische Probleme wie Typenbildung und Generalisierung, komparative examine, methodisch kontrolliertes Fremdverstehen, Habitus- und Milieurekonstruktion sowie die examine von Gruppendiskussionen werden an konkreten Beispielen er?rtert.

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6 Eine in diesem Sinne verstandene Kulturanalyse kann sich nicht auf Produkte der Hochkultur, wie etwa Literatur oder Denkmäler beschränken, sondern bezieht notwendig die ‚popular culture‘ mit ein. Der Begriff ‚popular culture‘, bezeichnet zunächst schlicht die „Kultur des ‚Volkes‘ [the people]“ (Johnson 1999, 140), muss jedoch in Abgrenzung vom Hochkulturbegriff verstanden werden. Die Formen und Praktiken der Populärkultur konstituieren ein Terrain, auf dem dominante, untergeordnete und oppositionelle kulturelle Werte und Ideologien sich begegnen und vermischen: „it consists not of two separated compartments – a pure and spontaneously oppositional culture ‚of the people‘ and a totally administered culture ‚for the people‘ – but is located in the points of confluence between these opposing tendencies“ (Bennett 1986, 19).

Darüber hinaus vertreten sie eine Perspektive auf die RezipientInnen als aktive Subjekte und beanspruchen, im Forschungsprozess den Umstand zu berücksichtigen, dass die Medien Teil einer komplexen Lebenswelt seien. Ein in der deutschsprachigen Diskussion richtungsweisendes Modell in diesem Kontext ist die von der Arbeitsgruppe um Michael Charlton und Klaus Neumann-Braun entwickelte strukturanalytische Rezeptionsforschung. Die Autoren charakterisieren Massenkommunikation als soziales Handeln und betrachten Rezeption als abhängig von ihrem aktuellen Kontext sowie den Bedürfnissen der RezipientInnen und deren kognitiver und sozialer Kompetenz (Charlton 1997, 23).

Zum Unterschied von „Verstehen“ und „Interpretieren“ Bohnsack 2007a, 59ff. 11 oder so ¬drü- cken bloß noch Ausschalter ¬reicht Am Beispiel der mit jeder Programmgeneration sich steigernden Möglichkeiten des „Runterfahrens“ arbeiten die Jugendlichen genauer die Differenz zwischen den ‚scheuen Tastendrückern’ und den ‚Runterfahrern’ heraus. B. einen „Ausschalter“ zum „Drücken“). )@ ¬Na siehst‘e das verwirrt zum Beispiel die alten Leute ¬ja ¬wenn da steht Start denn denn meinst‘e die vermuten darunter Beenden?

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