Die Fälschung der deutschen Geschichte, Bd. I by Wilhelm Kammeier

By Wilhelm Kammeier

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Eine solche gewaltige Aktion war möglich unter einer Voraussetzung: daß nämlich eine weitverbreitete, organisatorisch eng zusammengeschlossene Vereinigung von Menschen existierte, welche allesamt gleich starkes Interesse an einer großen planmäßigen Verfälschung der Geschichte hegten. Irgendeine Einzelperson, auch eine kleine oder größere Gruppe von nur zufällig und lose miteinander verbundenen Menschen kann eine universale Aktion, die auf eine allgemeine und planmäßige Verfälschung der gesamten Geschichte des (uns in diesem Buche nur beschäftigenden deutschen) Mittelalters hinausläuft, nicht im Ernst in Erwägung ziehen.

Es handelte sich um das Bestreben, von dem alten Archivbestand zu retten, was zu retten war. Die Papyrusoriginale gingen unaufhaltsam der Vernichtung entgegen. “ Also wären die sonderbaren Machwerke ganz harmlose Nachahmungen echter Stücke, die sich in einem „elenden Zustande“ befanden. Merkwürdig, daß die Hamburger so unersetzliche Schätze, die sonst in den Klöstern und Kirchen ihrer Wichtigkeit wegen wie Augäpfel gehütet wurden, so gleichgültig der „Vernichtung“ anheimfallen lassen konnten; und daß diese Urkunden bereits nach ein paar Jahrhunderten in so furchtbar elenden Zustand geraten waren.

Die falschen Karolinger-Urkunden für St. Maximin (Trier)39 Die vier noch in Urschrift vorliegenden Fälschungen für St. Maximin auf die Namen Pippins, Karls des Großen, Ludwig des Frommen und Lothars II. sind von einer Hand geschrieben und rühren von einem Manne her, dessen geistige Verfassung lebhaft an die Reichenauer Fälscher erinnert. h. des 11. ) und seiner natürlichen Schrift eigentümlichen Merkmale einfließen läßt. Hören wir, was Dopsch darüber mitteilt. J die gänzliche Verschiedenheit des Schriftcharakters auffällt gegenüber dem, welcher uns in Originalen aus der Karolingerzeit entgegentritt.

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