Fußgängerschutz: Unfallgeschehen, Fahrzeuggestaltung, by Dr.-Ing. Matthias Kühn, Dipl.-Ing. Robert Fröming, Prof. Dr.

By Dr.-Ing. Matthias Kühn, Dipl.-Ing. Robert Fröming, Prof. Dr. rer. nat. Volker Schindler (auth.)

Fußgänger als Opfer von Verkehrsunfällen sollen durch eine EU-Gesetzgebung besser geschützt werden. Für die Rahmenbedingungen sind Kenntnisse über das Unfallgeschehen und die Verletzungsentstehung erforderlich.
In diesem Buch werden die Aspekte der aktiven und passiven Sicherheit von Fahrzeugen behandelt und entsprechende Lösungen dargestellt. Das Buch diskutiert den typischen Fußgängerunfall vor dem Hintergrund internationaler Erkenntnisse. Grundlagen, kinematische und mechanische Abläufe sowie Verletzungsmechanismen werden dargestellt, bereits realisierte sowie künftig mögliche technische Maßnahmen zur Verbesserung der passiven und aktiven Sicherheit werden vorgestellt und bewertet.

Das Buch geht auf die internationale Gesetzgebung zum Fußgängerschutz ein. Ein possible choices Bewertungsverfahren für Fahrzeugfronten wird vorgestellt, das viele der Nachteile der heutigen gesetzlichen oder von Verbraucherschutzorganisationen verwendeten Verfahren vermeidet. Das Verfahren ist in der Lage den Nutzen verschiedener aktiver und passiver Maßnahmen zu quantifizieren und einander gegenüber zu stellen.

Das Buch wendet sich an Leser aus den Bereichen der Fahrzeugentwicklung und der Unfallforschung, die in diesem Buch nützliches Detailwissen für die eigene Forschung oder für Entwicklungsaufgaben finden.

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2 Verletzungsursache – Fahrbahnaufprall Die häufigste Verletzungsursache beim Fahrbahnaufprall (Sekundäranprall) ist mit knapp 90 % der Anprall auf die ebene Straßenoberfläche. Dabei werden der Kopf (37 %), die obere Extremität (23 %) und das Knie (11 %) überdurchschnittlich oft verletzt. Eine Abhängigkeit von der Kollisionsgeschwindigkeit oder der Fußgängergröße konnte innerhalb des hier untersuchten Datenmaterials nicht festgestellt werden. Eine weitere Untersuchung kommt nach einer detaillierten Analyse von „In-Depth“Unfallmaterial zu dem Schluss, dass bei höheren Anprallgeschwindigkeiten mehr Verletzungen des erwachsenen Fußgängers dem Primäranprall zugeordnet werden können als dem Sekundäranprall (Otte u.

8). Setzt man die Zahl der getöteten und verletzten Fußgänger in Bezug zur Einwohnerzahl, zum Pkw-Bestand oder zur Verkehrsleistung eines Landes, so wird das Unfallgeschehen vergleichbar (s. Abb. 14). Man erhält einen Wert für das Risiko, als Fußgänger im entsprechenden Land verletzt bzw. getötet zu werden. Die höchsten Zahlen für getötete Fußgänger pro 1 Million Einwohner liegen ausnahmslos in osteuropäischen Staaten. Die Russische Föderation hat bezogen auf die Zahl der Einwohner, den PkwBestand (s.

23). Sie werden daher auch als „most vulnerable road user“ bezeichnet (IRTADA 2005). Hinsichtlich der historischen Entwicklung der Getöteten- und Verletztenzahlen in Japan kann eine Entwicklung beobachtet werden, die ebenfalls Anlass zur Sorge bereitet. Trotz eines bereits sehr hohen Motorisierungsgrades der japanischen Gesellschaft steigt die Zahl der verletzten Fahrzeuginsassen weiter an. Abb. 22 Zahl der im japanischen Straßenverkehr getöteten Verkehrsteilnehmer (IATSS 2004). Abb. 23 Zahl der im japanischen Straßenverkehr verletzten Verkehrsteilnehmer (IATSS 2004).

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