Merlins Drache I: Roman by Thomas A. Barron

By Thomas A. Barron

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Aylah wehte näher und streifte die Schuppen auf Rücken und Schwanz des kleinen Wanderers, ein wirbelnder Windkreis, der die Äste der Zeder zerzauste. »Und jetzt muss ich weiter. « 4 Kein Entkommen Friss, sonst wirst du gefressen, heißt es. Nicht sehr ermunternd. Und auch nicht sehr genau. Denn ich habe früh im Leben entdeckt, dass es sehr wohl möglich ist, ein gutes, köstliches Mahl zu verzehren – und dann, wenn es Zeit für den Nachtisch ist, verzehrt zu werden. « Der wütende Fuchs stürmte durch das Unterholz, brach Zweige ab und zermalmte frisch erblühte Mädesüßblumen unter seinen Pfoten.

Der Salamander huschte in den linken Weg, der steil abwärtsführte. Er konnte seinen Schwung nicht richtig kontrollieren und prallte so heftig an eine Wand, dass Erde herabregnete. Direkt hinter ihm zischte die Schlange wütend und machte sich zum endgültigen Sprung bereit. Der Salamander rannte durch den Tunnel und sah vor sich zerteilte Lichtstreifen. Eine Öffnung! Von einem dichten Netz aus Binsen bedeckt, schien der helle Fleck zu schwanken und sich mit den Schatten zu bewegen. Obwohl er nicht sehen konnte, was hinter der Öffnung lag, wusste er, dass es dort nicht gefährlicher sein konnte als auf dieser Seite.

Und«, fügte er mit einem neugierigen Blick hinzu, »du stinkst. « Überrascht schnüffelte der Salamander an sich. Tatsächlich, er roch stark – nach Basilikum. Es war nicht nur ein noch haftendes Aroma, was man erwarten konnte, wenn man so lange unter diesen duftenden Blättern geblieben war. Nein, der Salamander roch selbst wie ein Büschel Basilikum – als wäre er auch aus diesem Kraut gemacht. Doch wie war das möglich? Der Reiher beobachtete ihn prüfend und drehte den Fuß, um ihn aus einem anderen Winkel zu sehen.

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